Festival LIEDBasel
„Unerhört – Fanny Hensel“ mit Cornelia Bartsch
LIEDBasel | Paul Sacher Saal - Foyer

Fanny Hensel blieb die musikalische Anerkennung und Ausbildung verwehrt, die ihr Bruder Felix erhielt. Wir erkunden, wie sie trotzdem ihren eigenen künstlerischen Weg fand und warum ihre Werke heute endlich die verdiente Aufmerksamkeit erhalten.
Datum und Ort
Freitag, 29. Mai 2026
18.00 Uhr
Musik- und Kulturzentrum Don Bosco, Foyer
Mitwirkende
Dr. Cornelia Bartsch, Kultur- und Musikwissenschaftlerin
Silke Gäng, Alain Claude Sulzer
Gregor Reinhold und Honoka Komoda
Emmi Kauppinen und Jelena Pešić
Maryam Jalalikandy und Kie Kojima
Beschreibung
Fanny Hensel gehört zu den bedeutendsten Liedkomponistinnen des 19. Jahrhunderts und ist doch lange im Schatten ihres Bruders Felix Mendelssohn geblieben. Ihre Werke wurden zu Lebzeiten nur zögerlich veröffentlicht, manche erschienen sogar unter seinem Namen.
Das Liedlabor geht der Frage nach, wie Zuschreibung, Autorenschaft und Anerkennung im musikalischen Kontext entstehen und warum bestimmte Stimmen gehört werden, während andere überhört bleiben. Im Zentrum stehen Hensels Lieder, ergänzt durch Briefe und zeitgenössische Dokumente, die Einblick in ein künstlerisches Leben zwischen Ausdruck und Einschränkung geben.
Fanny Hensel (1805–1847)
Lied für das Pianoforte G-Dur, op. 2 Nr. 1 (1836)
Italien, aus Liedersammlung op. 8, Nr. 3 (1838)
Nachtwanderer, op. 7 Nr. 1 (1838)
Warum sind denn die Rosen so blass, op. 1 Nr. 3 (1836)
Die Schiffende (ohne Opuszahl, ca. 1840er Jahre)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Frage, op. 9 Nr. 1 (ca. 1830)
Lied ohne Worte G-Dur, op. 62 Nr. 1 (1844)
