
Giuseppe Franza (*1995)
Still life and other tender failed spells für Ensemble (2026, UA)
sonic space basel alumni ensemble
Isabelle Meraner, Flöte
Alexander Prill, Saxophon
Antonio Marín, Posaune
Alexandre Silva, Schlagzeug
Miriam Paschetta, Harfe
Chris Moy, E-Gitarre
María Muñoz, Violine
Clara Dietze, Violoncello
Uli Fussenegger, Einstudierung
«Sein Vater hat das Gesicht eines Löwen und seine Mutter das Gesicht einer Ameise. Wenn also der Ameisenlöwe geboren wird, vereinen sich in ihm zwei Naturen: zur Hälfte die des Vaters und zur Hälfte die der Mutter. Aufgrund der Natur seiner Mutter kann er kein Fleisch essen, aufgrund der Natur seines Vaters kann er keine Hülsenfrüchte (Samen, Getreide, Ge-müse) essen. Und so stirbt er, weil er nichts zu essen findet.»
Diese Beschreibung eines komplexen, widersprüchlichen Fabelwesens aus dem mo-ralischen Bestiarium „Physiologus“ aus dem 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. diente als Inspirati-on für die Schaffung des zentralen Klangma-terials in diesem Werk, das sich um zwei un-terschiedliche Klangqualitäten dreht: ein Brüllen und ein Knistern.
Die potenzielle Interaktion zwischen die-sen beiden Klängen bietet ausreichende Ori-entierung für die Schaffung imaginärer und emotionaler Klangräume, die diese beiden Gegensätze und die daraus entstehende kon-fliktreiche Beziehung aufnehmen können.
In diesem Zusammenhang zwingt uns ein le-bender Organismus – einer, der sich bewegt, kommuniziert und atmet, im Einklang mit sei-ner Umgebung – dazu, ihn ausschließlich durch die Klänge wahrzunehmen, die er her-vorruft.
Camilo Bornstein (*1989)
La persistencia del puntero für Ensemble (2026, UA)
sonic space basel alumni ensemble
Isabelle Meraner, Flöte
Alexander Prill, Saxophon
Antonio Marín, Posaune
Alexandre Silva, Schlagzeug
Miriam Paschetta, Harfe
Chris Moy, Gitarre
María Muñoz, Violine
Clara Dietze, Violoncello
Uli Fussenegger, Einstudierung
Die Beständigkeit des Zeigers
«Die mythische Zeit ruht wie ein Bild. Die ge-schichtliche Zeit hat dagegen die Form einer Linie, die auf ein Ziel zuläuft oder zurast.[…]
Sowohl die mythische als auch die ge-schichtliche Zeit besitzen eine narrative Spannung. Eine besondere Verkettung von Ereignissen gestaltet die Zeit. Die Erzählung läßt die Zeit duften.»Text: Byung-Chul Han «Duft der Zeit»
Preisverleihung Eduard Brunner Kompositionspreis
Pause
Cyrill Jauslin (*1998)
Focal Length
Cyrill Jauslin,Solo-Performance mit Live-Elektronik
Die Komposition untersucht die Verkörperung von Klang und dessen Auftreten als Objekt im akustischen Raum. Mit Gitarren- und Bassverstärkern werden Klänge, die zwischen sensiblen Geräuschkulissen und massiven Klangsäulen wandern, in den Raum projiziert und laden das Publikum ein, in das Stück einzutauchen. Durch die sich verändernden Perspektiven der Soundscape verschiebt sich die Wahrnehmung zwischen rhythmischen Schwebungen, mechanische Klangquellen und spannungsgeladenen Drones.
Open Creation
plurison
Vahdet Boydak, E-Gitarre
Ruhama Carmel, Flöten
Isaac Dubow, Trompete
Timm Kornelius, Fagott
Miguel Manríquez, Schlagzeug
Noah Rosen, Schlagzeug
Stefan Preyer, Bass
Bastien David (*1990)
Pièce pour piano et 60 doigts (2021)
Ensemble zone expérimentale basel
Florian Grand, Klavier
Alexandre Tavares, Klavier
Brecht Valckenaers, Klavier
Yu-Yun Peng, Schlagzeug
Yi-Zhen Tsai, Schlagzeug
Dániel Láposi, Schlagzeug
Sarah Maria Sun, Einstudierung
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